Weltmeyer: Begründer der hannoverschen W-Linie

Pferdezüchter haben manchmal Ähnlichkeit mit jungen Eltern: Sie sind ganz und gar verzückt vom Nachwuchs. So ging es auch Hermann Meyer aus Allwörden bei Freiburg (Elbe). Denn auf das 1984 geborene „World-Cup“-Fohlen seiner Hannoveraner-Stute „Anka“, das sich so wunderbar bewegen konnte, war er so stolz, dass er es gar nicht übertrieben fand, es „Weltwunder“ zu taufen. Irgendwie hatte Hermann Meyer ja auch recht damit, bereits 1986 verließ das Meyer´sche „Weltwunder“ die Körung als Siegerhengst, wobei Landstallmeister Dr. Burchard Bade sich den Fuchs für das Celler Landgestüt sicherte. Nur mit dem Namen konnte man sich dort nicht so recht anfreunden. Nach einigen geselligen Runden aber war Hermann Meyer schließlich damit einverstanden, sein Pferd umzutaufen. So wurde aus dem „Weltwunder“ in Anlehnung an den Züchter ein „Weltmeyer“ und der großen Karriere stand nun nichts mehr im Wege.

Überragend ist die züchterische Bilanz des Kehdinger Spitzenvererbers: Über 2200 eingetragene Sportpferde, zahlreiche Grand Prix-Nachkommen, Olympioniken, Siegerhengste und Bundeschampions: „Weltmeyer“ hat als Begründer der hannoverschen W-Linie eine ganze Dynastie erschaffen. Eines der erfolgreichsten „Weltmeyer“-Pferde im Sport war Isabell Werths Fuchswallach „Warum Nicht“: Die beiden waren 2007 und 2008 Deutscher Meister, wurden 2009 im Special und 2010 im Special und in der Kür Deutscher Meister. Sie zählten außerdem zum Bronze holenden deutschen Team der WM in Kentucky 2010. Aber auch Martin Schaudts Olympiapferd „Weltall“, der nicht nur zum deutschen Gold-Team in Athen zählte, sondern auch im gleichen Jahr bei den German Masters einen neuen Weltrekord aufstellte, ist ein „Weltmeyer“-Sohn.

Insgesamt beträgt beträgt die Gewinnsumme der „Weltmeyer“-Nachkommen schon mehr als 2,4 Millionen Euro.

„Weltmeyer“ selbst starb im Jahr 2011 im Alter von 27 Jahren. In seinen unzähligen Söhnen, Enkeln und Urenkeln aber lebt er weiter.

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