Im Kader für Rio: „Desperados FRH“ und „Butt´s Avedon“

Andreas Dibowski, Deutscher Meister der Vielseitigkeitsreiter 2013 mit FRH Butts Leon in Schenefeld. Foto: Steinfurth, lizensiert unter CC BY-SA
Andreas Dibowski, Deutscher Meister der Vielseitigkeitsreiter 2013 mit FRH Butts Leon in Schenefeld. Foto: Steinfurth, lizensiert unter CC BY-SA

Keine Olympischen Spiele ohne hippologische Beteiligung aus dem Elbe-Weser-Raum: Bei der Olympiade 2008 in Peking waren es die in Bülkau gezogenen Pferde „Butts Abraxxas“ mit Ingrid Klimke und „Butt´s Leon“ mit Andreas Dibowski, die dort am Start waren. Beide Vielseitigkeitspferde, die hoch im Blut stehen, waren von Friedrich Butt gezogen worden.

Vier Jahre später – bei den Olympischen Sommerspielen 2012 – waren beide Bülkauer Jungs wieder mit dabei: „Butts Abraxxas“ wurde abermals gesattelt von Ingrid Klimke und „Butt´s Leon“ trat mit der für Thailand startenden Reiterin Nina Ligon an. Auch „Desperados FRH“ (gezogen von Herbert Schütt aus Hemmoor) reiste mit Kristina Bröring-Sprehe 2012 nach London: Sie gewannen in der Mannschaftswertung der Dressur die Silbermedaille. Das Paar, das inzwischen zur Nummer eins in der Dressurwelt avanciert ist, wurde auch im Olympiajahr 2016 in den olympischen A-Kader berufen. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass sie zum deutschen Team in Rio de Janeiro gehören werden.

Das ist bei „Butts Abraxxas“ und „Butt´s Leon“ nicht der Fall: Beide sind inzwischen aus dem Sport verabschiedet worden. Aber: Es ist gut möglich, dass ihr kleiner Bruder, der 2003 geborene „Butt’s Avedon“, ebenfalls gezogen von Friedrich Butt aus Bülkau, in ihre großen Fußstapfen bzw. Hufabdrücke treten wird. „Butts Avedon“ ist ein Halbbruder von „Butt´s Leon“ von Heraldik xx/Star Regent xx und Vollbruder von „Butt´s Abbraxxas“ von Heraldik xx/Kronenkranich xx.

Der Vielseitigkeitsausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat in den Olympiakader acht Paare berufen. Das ist zunächst die doppelte Anzahl derer, die bei den Olympischen Spielen in Rio an den Start gehen dürfen. Und darunter befindet sich auch Andreas Dibowski mit „Butt’s Avedon“. Ob das Paar tatsächlich zu den Olympischen Sommerspielen nach Rio reisen wird, entscheidet sich endgültig nach dem CHIO Aachen (8. bis 17. Juli 2016).

Die Wahrscheinlichkeit, dass „Desperados FRH“ und „Butt´s Avedon“ in Rio noch mehrere vierbeinige Kollegen aus dem Elbe-Weser-Raum treffen würden, ist allerdings groß. Denn auch das Ausland schätzt die sportlichen Qualitäten der deutschen Pferdezucht. Gemäß der veröffentlichten Pferdeliste der FEI sind von den 219 im Jahr 2012 bei den Olympischen Spielen in London genannten Pferden – inklusive der Reservepferde – 65 Pferde aus der deutschen Pferdezucht gewesen. Somit sind fast 30 Prozent aller in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit genannten Pferde deutschen Ursprungs.

Von diesen 65 deutschen Pferden zählten die meisten – und zwar genau 20 – zum Hannoveraner Zuchtverband. Danach folgen 17 Holsteiner, zwölf Westfalen und neun Oldenburger.

Auch einige hiesige Pferde waren dabei: Zum japanischen Team gehörte 2012 zum Beispiel „Whisper 115“ von Wolkenstein II/ Grenadier, der von Klaus Kamps aus Cuxhaven gezogen wurde. Ingo Pape aus Hemmoor war der Züchter von „Santana“, mit der die Schwedin Minna Telde an den Start gegangen war. Und Udo Wiechert aus Loxstedt hatte „Sini Spirit“ gezogen, das Pferd mit der die Dänin Emma Kanerva nach London gereist war.

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