Butt´s Pferde

In der Vielseitigkeitsszene ist er weltweit für seine Zucht berühmt: Fritz Butt aus Bülkau. Pferdesportler und Züchter aller Reitsportdisziplinen zollen seiner züchterischen Leistung großen Respekt.

Zwei Beispiele:

„FRH Butts Abraxxas“ oder einfach nur „Braxxi“ war lange das Vielseitigkeitserfolgspferd von Ingrid Klimke. Mit dem „Heraldik xx“-Sohn aus der Zucht von Friedrich Butt erreichte Klimke ihre bislang größten Erfolge: Zwei Mal gewann sie mit „Braxxi“ Mannschafts-Gold bei Olympischen Spielen (2008 und 2012), sie holten Team-Gold bei den Europameisterschaften 2011 und wurden Deutscher Meister im Jahr 2009. 2014 wurde „Braxxi“ offiziell aus dem Sport verabschiedet, seither ist er Lehrmeister in der „Kinderabteilung“ des Hauses Klimke, das für seine sportlichen Erfolge seit Jahrzehnten bekannt ist: Der Vater von Ingrid Klimke, Dr. Reiner Klimke, galt lange Zeit als der erfolgreichste Olympiateilnehmer Deutschlands.

Während „FRH Butts Abraxxas“ zu den Größten in der internationalen Vielseitigkeit zählte, machte auch sein Bruder, der 1997 geborene „Euroridings Butts Leon“ (Heraldik xx/ Star Regent xx) Schlagzeilen. Ihm verdankt der international hochdekorierte Vielseitigkeitsreiter Andreas Dibowski großartige Erfolge: Sein Championatspferd wurde als Fünfjähriger Vizebundeschampion, 2006 trat er im Weltcup an und reiste zwei Jahre später zu den Olympischen Spielen nach Hongkong, wo Dibowski und „Butts Leon“ Gold in der Mannschaft holten. Auch 2012 war der Bülkauer Jung „Butts Leon“ wieder bei den Olympischen Spielen dabei. Diesmal startete er jedoch für Thailand zusammen mit der Reiterin Nina Ligon. Anschließend war er zurück in den Stall von Dibowski gekommen, der ihn 2015 aus dem Sport verabschiedet hat.

Was die Zucht des Bülkauer Fritz Butt für die Buschreiter-Szene bedeutet, hat Andreas Dibowski auf seiner Homepage selbst beschrieben. Auch der Georgenhof, der südlich von Hamburg das Werk des verstorbenen Fritz Butt fortsetzt und sich stolz „Home of Butt´s Horses“ nennt, erinnert respektvoll an ihn.

Übrigens: „FRH Butts Abraxxas“ und „Euroridings Butts Leon“ genießen beide bereits ihr Rentnerdasein. Aber: Es ist gut möglich, dass ihr kleiner Bruder, der 2003 geborene „Butt’s Avedon“, ebenfalls noch gezogen von Friedrich Butt aus Bülkau, es ihnen nachmacht.

Der Vielseitigkeitsausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat „Butt’s Avedon“ und Andreas Dibowski in den Olympiakader berufen. Damit besteht die Chance, dass das Paar zu den diesjährigen Olympischen Sommerspielen nach Rio reisen wird.

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